Allgemeine Geschäftsbedingungen
Allgemeine Geschäftsbedingungen für SSL Scout
Gültig ab: 01.06.2026
1. Anbieter, Geltungsbereich und Vertragspartner
1.1. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für die Nutzung des Software-as-a-Service-Angebots „SSL Scout“.
1.2. Anbieter von SSL Scout ist:
Copexa GmbH
Draisstr. 1
76448 Durmersheim
Deutschland
Handelsregister: HRB 739045
Geschäftsführer: Markus Kölmel
E-Mail: info@sslscout.com
nachfolgend „Anbieter“ genannt.
1.3. SSL Scout richtet sich ausschließlich an Unternehmer, Unternehmen, Freiberufler, Behörden, Vereine, Organisationen und sonstige Personen oder Einrichtungen, die bei Vertragsschluss in Ausübung ihrer gewerblichen, selbständigen, beruflichen, behördlichen oder dienstlichen Tätigkeit handeln.
1.4. Eine Nutzung durch Verbraucher ist ausgeschlossen.
1.5. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nur Vertragsbestandteil, wenn der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zustimmt.
1.6. Neben diesen AGB gelten, soweit einschlägig, die jeweils aktuelle Leistungsbeschreibung, die Preis- und Tarifübersicht, die Datenschutzerklärung sowie ein gesonderter Vertrag zur Auftragsverarbeitung.
1.7. Bei Widersprüchen zwischen diesen AGB und einer individuell vereinbarten Regelung geht die individuell vereinbarte Regelung vor.
2. Vertragsgegenstand
2.1. SSL Scout ist eine cloudbasierte Software zur technischen Überwachung von SSL-/TLS-Zertifikaten, Domains, Endpunkten und zugehörigen technischen Statusinformationen.
2.2. Zu den möglichen Funktionen von SSL Scout gehören insbesondere:
a) Verwaltung von Domains, Endpunkten und Zertifikaten,
b) technische Prüfung von SSL-/TLS-Zertifikaten,
c) Anzeige von Ablaufdaten, Zertifikatsstatus und technischen Warnhinweisen,
d) Benachrichtigungen per E-Mail, Webhook oder über andere unterstützte Kanäle,
e) Verwaltung von Organisationen, Nutzern und Rollen,
f) Anzeige von Tarif-, Nutzungs- und Limitinformationen,
g) optionale API-, Integrations- oder Exportfunktionen.
2.3. Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus dem jeweils gebuchten Tarif, der aktuellen Leistungsbeschreibung und den im Kundenkonto angezeigten Limits.
2.4. SSL Scout stellt ein technisches Unterstützungswerkzeug bereit. Der Anbieter schuldet keinen bestimmten Sicherheits-, Verfügbarkeits-, Compliance-, Zertifikatserneuerungs- oder wirtschaftlichen Erfolg.
2.5. Der Anbieter sichert insbesondere nicht zu, dass sämtliche Zertifikatsfehler, Ablaufdaten, Konfigurationsfehler, Sicherheitsrisiken, Ausfälle, Angriffe, Unterbrechungen oder sonstigen technischen Probleme vollständig, fehlerfrei, unverzüglich oder rechtzeitig erkannt oder gemeldet werden.
2.6. SSL Scout ersetzt keine eigene Überwachung, Prüfung, Wartung, Sicherheitsorganisation oder Zertifikatsverwaltung durch den Kunden.
2.7. Angaben zu Funktionen, Prüfintervallen, Benachrichtigungen, Statusanzeigen oder technischen Ergebnissen stellen keine Garantie dar, sofern sie nicht ausdrücklich in Textform als Garantie bezeichnet werden.
3. Registrierung, Nutzerkonto und Organisationen
3.1. Zur Nutzung von SSL Scout ist die Erstellung eines Nutzerkontos erforderlich.
3.2. Der Kunde verpflichtet sich, bei der Registrierung vollständige und zutreffende Angaben zu machen und diese während der Vertragslaufzeit aktuell zu halten.
3.3. Der Kunde ist verpflichtet, Zugangsdaten geheim zu halten, angemessen zu schützen und nicht an unberechtigte Dritte weiterzugeben.
3.4. Der Kunde hat den Anbieter unverzüglich zu informieren, wenn Anhaltspunkte dafür bestehen, dass Zugangsdaten unbefugt genutzt wurden oder die Sicherheit des Kundenkontos beeinträchtigt ist.
3.5. Der Anbieter kann die Nutzung einzelner Funktionen von einer E-Mail-Verifizierung, Sicherheitsprüfung, Zwei-Faktor-Authentifizierung oder anderen angemessenen Sicherheitsmaßnahmen abhängig machen.
3.6. Soweit SSL Scout Organisationen, Teams oder Rollen unterstützt, ist der Kunde dafür verantwortlich, Nutzer nur mit angemessenen Berechtigungen einzuladen und Zugriffsrechte bei Änderungen unverzüglich anzupassen oder zu entziehen.
3.7. Handlungen von Nutzern, die dem Kundenkonto oder einer Organisation des Kunden zugeordnet sind, werden dem Kunden zugerechnet, soweit der Kunde diese Handlungen ermöglicht, veranlasst oder nicht angemessen verhindert hat.
4. Tarife, Free-Tarif, Upgrades und Downgrades
4.1. SSL Scout kann kostenlose und kostenpflichtige Tarife anbieten.
4.2. Ein kostenloser Tarif kann funktional, zeitlich oder mengenmäßig beschränkt sein. Der Anbieter ist berechtigt, kostenlose Tarife mit Wirkung für die Zukunft zu ändern, einzuschränken oder einzustellen.
4.3. Kostenpflichtige Tarife enthalten die im jeweiligen Tarif beschriebenen Funktionen, Limits und Nutzungsrechte.
4.4. Ein Upgrade auf einen höheren Tarif kann je nach technischer Umsetzung sofort oder zum Beginn des nächsten Abrechnungszeitraums wirksam werden.
4.5. Ein Downgrade auf einen niedrigeren Tarif wird, sofern nicht anders angegeben, zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums wirksam.
4.6. Überschreitet der Kunde nach einem Downgrade die Limits des neuen Tarifs, kann SSL Scout Funktionen einschränken, zusätzliche Endpunkte deaktivieren, Prüfungen reduzieren oder den Kunden zur Anpassung seiner Nutzung auffordern.
4.7. Nicht genutzte Kontingente, Endpunkte, Prüfungen, Benachrichtigungen oder sonstige tarifliche Leistungen verfallen am Ende des jeweiligen Abrechnungszeitraums, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde.
4.8. Der Anbieter kann neue Funktionen zunächst als Beta-, Test-, Vorschau- oder experimentelle Funktionen bereitstellen. Solche Funktionen können geändert, eingeschränkt oder eingestellt werden.
4.9. Der Anbieter übernimmt für Beta-, Test-, Vorschau- oder experimentelle Funktionen keine bestimmte Verfügbarkeit, Fehlerfreiheit oder dauerhafte Bereitstellung.
5. Preise, Rechnung und Zahlung
5.1. Die Preise ergeben sich aus der jeweils gültigen Preis- und Tarifübersicht oder einem individuellen Angebot.
5.2. Alle Preise verstehen sich, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben, zuzüglich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer.
5.3. Die Abrechnung erfolgt je nach gebuchtem Tarif monatlich, jährlich oder nach individueller Vereinbarung.
5.4. Wiederkehrende Entgelte werden im Voraus berechnet. Verbrauchsabhängige Entgelte können nachträglich abgerechnet werden.
5.5. Rechnungen werden dem Kunden elektronisch bereitgestellt oder per E-Mail übersandt.
5.6. Der Anbieter kann die Zahlungsabwicklung über externe Zahlungsdienstleister durchführen lassen.
5.7. Der Kunde ist verpflichtet, eine gültige Zahlungsmethode zu hinterlegen, sofern der gewählte Tarif eine automatische Zahlungsabwicklung vorsieht.
5.8. Gerät der Kunde mit fälligen Zahlungen in Verzug, kann der Anbieter den Zugang zu kostenpflichtigen Funktionen nach vorheriger Mahnung und angemessener Fristsetzung einschränken oder sperren.
5.9. Während einer Sperrung wegen Zahlungsverzugs bleibt der Kunde zur Zahlung der vereinbarten Entgelte verpflichtet, sofern der Anbieter die Sperrung berechtigterweise vorgenommen hat.
5.10. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
6. Pflichten des Kunden
6.1. Der Kunde darf SSL Scout nur für rechtmäßige Zwecke nutzen.
6.2. Der Kunde darf nur Domains, Endpunkte, Zertifikate, Server und Systeme überwachen, zu deren Überwachung er berechtigt ist.
6.3. Der Kunde ist insbesondere verpflichtet:
a) keine fremden Systeme ohne Berechtigung zu überwachen,
b) keine missbräuchlichen, rechtswidrigen oder sicherheitsgefährdenden Prüfungen auszulösen,
c) keine Schutzmechanismen, Limits oder Zugriffsbeschränkungen zu umgehen,
d) keine automatisierten Angriffe, Lasttests, Störungen oder sonstigen missbräuchlichen Aktivitäten über SSL Scout zu veranlassen,
e) keine Schadsoftware, Skripte oder Inhalte einzubringen, die SSL Scout oder Dritte beeinträchtigen können,
f) hinterlegte E-Mail-Adressen, Webhooks und sonstige Benachrichtigungsziele korrekt und aktuell zu halten,
g) sicherzustellen, dass Empfänger von Benachrichtigungen zum Empfang berechtigt sind,
h) gesetzliche Datenschutz-, Sicherheits- und Compliance-Anforderungen in seinem Verantwortungsbereich einzuhalten,
i) eigene Sicherungs-, Kontroll- und Überwachungsprozesse aufrechtzuerhalten.
6.4. Der Kunde ist dafür verantwortlich, auf Warnungen, Fehlermeldungen und Hinweise von SSL Scout angemessen zu reagieren.
6.5. Der Kunde erkennt an, dass das Ausbleiben einer Warnung nicht bedeutet, dass ein Zertifikat, eine Domain, ein Server, ein Endpunkt, eine Konfiguration oder ein System fehlerfrei, sicher, gültig oder dauerhaft erreichbar ist.
6.6. Der Kunde ist verpflichtet, erkennbare Störungen, Fehlfunktionen oder sicherheitsrelevante Auffälligkeiten von SSL Scout dem Anbieter unverzüglich mitzuteilen.
7. Monitoring, Prüfungen und Benachrichtigungen
7.1. SSL Scout führt technische Prüfungen nach Maßgabe des gebuchten Tarifs und der jeweils verfügbaren Systemressourcen durch.
7.2. Die Prüfungen erfolgen nicht zwingend in Echtzeit. Prüfzeitpunkte, Prüfhäufigkeit und Prüfergebnisse können durch technische Umstände beeinflusst werden.
7.3. Der Anbieter übernimmt keine Garantie dafür, dass technische Prüfungen zu einem bestimmten Zeitpunkt, in einem bestimmten Intervall oder mit einem bestimmten Ergebnis durchgeführt werden.
7.4. Prüfergebnisse können durch externe Umstände beeinflusst werden, insbesondere durch DNS-Probleme, Netzwerkstörungen, Firewalls, Rate Limits, Zertifizierungsstellen, Weiterleitungen, Serverkonfigurationen, temporäre Nichterreichbarkeit, Providerstörungen oder Systeme des Kunden.
7.5. Benachrichtigungen per E-Mail, Webhook oder über andere Kanäle dienen als unterstützende technische Hinweise.
7.6. Der Anbieter übernimmt keine Garantie dafür, dass Benachrichtigungen den Kunden rechtzeitig, vollständig oder fehlerfrei erreichen.
7.7. Zustellprobleme können insbesondere entstehen durch fehlerhafte Kontaktdaten, Spamfilter, blockierte Webhooks, fehlerhafte Webhook-Konfigurationen, E-Mail-Provider, Firewalls, Dienste Dritter, DNS-Probleme, Netzwerkprobleme, Zertifizierungsstellen, Provider oder Systeme des Kunden.
7.8. Der Kunde ist verpflichtet, Benachrichtigungskanäle regelmäßig zu prüfen und Testbenachrichtigungen zu nutzen, soweit diese bereitgestellt werden.
7.9. Für Fehler der von SSL Scout bereitgestellten Software haftet der Anbieter ausschließlich nach Maßgabe der Haftungsregelungen dieser AGB.
8. Verfügbarkeit, Wartung und technische Änderungen
8.1. Der Anbieter bemüht sich um eine möglichst unterbrechungsarme Bereitstellung von SSL Scout.
8.2. Eine bestimmte Mindestverfügbarkeit wird nicht geschuldet, sofern sie nicht ausdrücklich in einem gesonderten Service Level Agreement oder einer individuellen Vereinbarung zugesagt wurde.
8.3. Der Anbieter ist berechtigt, SSL Scout aus technischen, betrieblichen oder sicherheitsrelevanten Gründen vorübergehend einzuschränken, zu warten oder weiterzuentwickeln.
8.4. Geplante Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit so durchgeführt, dass Beeinträchtigungen gering gehalten werden.
8.5. Der Anbieter ist berechtigt, SSL Scout weiterzuentwickeln, Funktionen zu verbessern, technische Komponenten zu ändern, Sicherheitsanpassungen vorzunehmen oder einzelne Funktionen zu ersetzen.
8.6. Der Anbieter kann Funktionen ändern oder entfernen, wenn hierfür ein sachlicher Grund besteht. Sachliche Gründe sind insbesondere Sicherheitsgründe, technische Weiterentwicklung, gesetzliche Anforderungen, Einstellung oder Änderung von Drittdiensten, Vermeidung von Missbrauch oder wirtschaftlich unzumutbarer Betrieb.
8.7. Der Anbieter ist berechtigt, technische Maßnahmen zum Schutz der Plattform, der Kunden, der Infrastruktur und Dritter zu ergreifen.
9. Laufzeit und Kündigung
9.1. Die Laufzeit richtet sich nach dem gewählten Tarif oder einer individuellen Vereinbarung.
9.2. Monatlich abrechenbare Tarife können mit Wirkung zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums gekündigt werden, sofern keine abweichende Vereinbarung getroffen wurde.
9.3. Jährlich abrechenbare Tarife können mit Wirkung zum Ende der jeweiligen Vertragslaufzeit gekündigt werden, sofern keine abweichende Vereinbarung getroffen wurde.
9.4. Kündigungen können in Textform oder über eine im Kundenkonto bereitgestellte Kündigungsfunktion erfolgen.
9.5. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
9.6. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere vor, wenn:
a) der Kunde trotz Mahnung mit fälligen Zahlungen in erheblichem Umfang in Verzug ist,
b) der Kunde SSL Scout missbräuchlich, rechtswidrig oder sicherheitsgefährdend nutzt,
c) der Kunde Systeme überwacht, zu deren Überwachung er nicht berechtigt ist,
d) der Kunde technische Schutzmaßnahmen, Limits oder Zugriffsbeschränkungen umgeht,
e) der Kunde falsche oder irreführende Angaben macht,
f) durch die Nutzung des Kunden eine Gefährdung von SSL Scout, anderen Kunden, Dritten oder der Infrastruktur droht,
g) eine Fortsetzung des Vertragsverhältnisses für den Anbieter unzumutbar ist.
9.7. Nach Vertragsende kann der Anbieter den Zugang zu kostenpflichtigen Funktionen sperren oder das Kundenkonto auf einen kostenlosen Tarif zurückstufen, sofern ein solcher angeboten wird.
9.8. Mit Vertragsende endet das Recht des Kunden zur Nutzung kostenpflichtiger Funktionen.
10. Datenexport, Datenlöschung und Aufbewahrung
10.1. Der Kunde kann während der Vertragslaufzeit verfügbare Exportfunktionen nutzen, soweit diese im jeweiligen Tarif enthalten sind.
10.2. Der Kunde ist dafür verantwortlich, benötigte Daten vor Vertragsende rechtzeitig zu exportieren.
10.3. Nach Vertragsende kann der Anbieter Kundendaten löschen, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten, Nachweispflichten oder berechtigten Interessen an einer weiteren Speicherung bestehen.
10.4. Rechnungs-, Zahlungs-, Vertrags- und steuerlich relevante Daten können entsprechend gesetzlichen Aufbewahrungspflichten gespeichert bleiben.
10.5. Der Anbieter ist nicht verpflichtet, nach Vertragsende dauerhaft Zugriff auf Kundenkonfigurationen, Monitoringdaten, Prüfverläufe, Benachrichtigungshistorien oder sonstige Nutzungsdaten bereitzustellen, sofern nichts anderes vereinbart wurde.
10.6. Details zur Verarbeitung personenbezogener Daten ergeben sich aus der Datenschutzerklärung und, soweit einschlägig, aus dem Vertrag zur Auftragsverarbeitung.
11. Datenschutz und Auftragsverarbeitung
11.1. Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten nach Maßgabe der geltenden Datenschutzgesetze.
11.2. Soweit der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, schließen die Parteien einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung.
11.3. Der Kunde bleibt Verantwortlicher für die Rechtmäßigkeit der von ihm eingegebenen, verwalteten oder übermittelten personenbezogenen Daten.
11.4. Der Kunde ist insbesondere dafür verantwortlich, dass Nutzer, Ansprechpartner, Benachrichtigungsempfänger und sonstige betroffene Personen ordnungsgemäß informiert werden, soweit dies rechtlich erforderlich ist.
11.5. Die Datenschutzerklärung des Anbieters informiert über die Verarbeitung personenbezogener Daten durch SSL Scout im Zusammenhang mit Website, Registrierung, Kundenkonto und Nutzung des Dienstes.
11.6. Der Anbieter darf zur Bereitstellung von SSL Scout Unterauftragsverarbeiter einsetzen, soweit dies im Vertrag zur Auftragsverarbeitung geregelt ist.
Ein separater AV-Vertrag ist sinnvoll, weil Art. 28 DSGVO für Auftragsverarbeitung einen Vertrag oder ein anderes Rechtsinstrument mit bestimmten Pflichtinhalten vorsieht.
12. Rechte an SSL Scout, Software und Inhalten
12.1. SSL Scout, die zugrunde liegende Software, Benutzeroberflächen, Datenbankstrukturen, Marken, Logos, Designs und sonstige Bestandteile des Dienstes bleiben Eigentum des Anbieters oder der jeweiligen Rechteinhaber.
12.2. Der Kunde erhält für die Dauer des Vertrags ein einfaches, nicht ausschließliches, nicht übertragbares Recht, SSL Scout im vereinbarten Umfang zu nutzen.
12.3. Der Kunde ist nicht berechtigt, SSL Scout zu kopieren, zu vermieten, weiterzuverkaufen, Dritten als eigenes Produkt bereitzustellen, zurückzuentwickeln, zu dekompilieren oder Schutzmechanismen zu umgehen, soweit dies nicht gesetzlich zwingend erlaubt ist.
12.4. Inhalte, Daten und Konfigurationen, die der Kunde in SSL Scout einbringt, bleiben dem Kunden zugeordnet.
12.5. Der Kunde räumt dem Anbieter die Rechte ein, die erforderlich sind, um die vom Kunden eingegebenen Daten im Rahmen des Vertrags zu speichern, zu verarbeiten, darzustellen, technisch zu prüfen und für die vereinbarten Funktionen zu verwenden.
12.6. Feedback, Verbesserungsvorschläge oder Ideen des Kunden dürfen vom Anbieter zur Weiterentwicklung von SSL Scout genutzt werden, ohne dass hieraus ein Vergütungsanspruch des Kunden entsteht.
13. Sperrung und Einschränkung des Zugangs
13.1. Der Anbieter kann den Zugang des Kunden vorübergehend sperren oder einschränken, wenn konkrete Anhaltspunkte für eine rechtswidrige, missbräuchliche oder sicherheitsgefährdende Nutzung bestehen.
13.2. Eine Sperrung oder Einschränkung kommt insbesondere in Betracht bei:
a) unberechtigter Überwachung fremder Systeme,
b) Angriffen oder störenden Zugriffen auf SSL Scout,
c) Umgehung technischer Limits,
d) Gefährdung der Sicherheit oder Stabilität von SSL Scout,
e) erheblichen Zahlungsrückständen,
f) falschen oder missbräuchlichen Registrierungsdaten,
g) Nutzung, die Rechte Dritter verletzt oder verletzen kann,
h) Nutzung, die zu Störungen bei anderen Kunden oder Dritten führen kann.
13.3. Der Anbieter berücksichtigt bei Sperrmaßnahmen die berechtigten Interessen des Kunden und wählt, soweit möglich und zumutbar, das mildeste geeignete Mittel.
13.4. Der Anbieter informiert den Kunden über eine Sperrung oder Einschränkung, soweit dem keine rechtlichen, sicherheitsrelevanten oder missbrauchsbezogenen Gründe entgegenstehen.
13.5. Während einer berechtigten Sperrung bleibt der Kunde zur Zahlung vereinbarter Entgelte verpflichtet.
14. Haftung
14.1. Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit.
14.2. Der Anbieter haftet außerdem unbeschränkt bei Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie nach zwingenden gesetzlichen Haftungsvorschriften.
14.3. Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten haftet der Anbieter nur auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden.
14.4. Wesentliche Vertragspflichten sind solche Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.
14.5. Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
14.6. Der Anbieter haftet nicht für Schäden, die dadurch entstehen, dass der Kunde Warnungen nicht beachtet, Benachrichtigungskanäle fehlerhaft einrichtet, Zugangsdaten unsicher verwahrt, Domains unzutreffend konfiguriert, Zertifikate nicht rechtzeitig erneuert oder eigene Prüf-, Sicherungs-, Wartungs- und Überwachungspflichten unterlässt.
14.7. Der Anbieter haftet nicht für Störungen, Ausfälle, Verzögerungen, Zustellprobleme oder fehlerhafte Prüfergebnisse, die durch Systeme des Kunden, Dienste Dritter, Internetprovider, DNS-Anbieter, Zertifizierungsstellen, E-Mail-Provider, Zahlungsanbieter, Firewalls, Spamfilter, Webhook-Ziele oder sonstige externe Dienste verursacht werden, soweit der Anbieter diese nicht zu vertreten hat.
14.8. Der Anbieter haftet nicht für entgangenen Gewinn, ausgebliebene Einsparungen, mittelbare Schäden oder Folgeschäden, soweit diese nicht auf Vorsatz, grober Fahrlässigkeit, Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit oder der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten beruhen.
14.9. Die Haftung für Datenverlust ist auf den typischen Wiederherstellungsaufwand beschränkt, der bei regelmäßiger und gefahrentsprechender Datensicherung durch den Kunden entstanden wäre, soweit der Schaden nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruht.
14.10. Die vorstehenden Haftungsregelungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter, Mitarbeitenden und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
15. Änderungen dieser AGB
15.1. Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, soweit hierfür ein sachlicher Grund besteht und der Kunde durch die Änderung nicht unangemessen benachteiligt wird.
15.2. Sachliche Gründe können insbesondere Änderungen der Rechtslage, technische Weiterentwicklungen, neue Funktionen, Änderungen des Geschäftsmodells, Sicherheitsanforderungen oder Anpassungen an Dienste Dritter sein.
15.3. Der Anbieter informiert den Kunden rechtzeitig über Änderungen der AGB.
15.4. Widerspricht der Kunde einer Änderung, kann der Anbieter berechtigt sein, den Vertrag zum nächstmöglichen Zeitpunkt ordentlich zu kündigen, sofern eine Fortführung zu den bisherigen Bedingungen nicht zumutbar ist.
15.5. Änderungen wesentlicher Vertragspflichten, Preise oder Hauptleistungen erfolgen nicht allein durch Schweigen des Kunden, sofern hierfür rechtlich eine ausdrückliche Zustimmung erforderlich ist.
16. Kommunikation
16.1. Vertragsbezogene Mitteilungen können per E-Mail, über das Kundenkonto oder in Textform erfolgen.
16.2. Der Kunde ist verpflichtet, eine aktuelle E-Mail-Adresse zu hinterlegen und regelmäßig abzurufen.
16.3. Rechtlich erhebliche Mitteilungen gelten als zugegangen, wenn sie an die vom Kunden zuletzt angegebene E-Mail-Adresse versendet wurden und der Kunde den Zugang nicht aus Gründen außerhalb seines Verantwortungsbereichs verhindert hat.
16.4. Der Anbieter kann produktbezogene, sicherheitsrelevante oder vertragsbezogene Informationen über das Kundenkonto oder per E-Mail bereitstellen.
17. Schlussbestimmungen
17.1. Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
17.2. Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand der Sitz des Anbieters.
17.3. Erfüllungsort ist der Sitz des Anbieters, soweit gesetzlich zulässig.
17.4. Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gelten die gesetzlichen Vorschriften.
17.5. Die Vertragssprache ist Deutsch.
Kontakt: info@sslscout.com